Januar Depressionen

  • Das neue Jahr hat begonnen und ist noch ganz frisch. Mit ihm kommen eine Menge neuer Erwartungen, Wünsche und Vorsätze daher. Dennoch hat gerade der Januar auch eine andere Seite, die es nicht zu unterschätzen gilt.
  • Welche Seite ist das und wie geht man damit um?

Nach all der Feierei, Völlerei und Schenkerei im Dezember kommt
der schnöde Januar daher. All der Trubel und die Vorfreude der letzten Woche
sind vorbei. Es gibt scheinbar nichts mehr worauf man sich freuen kann. Mancher
fällt gar in ein kleines Loch.

Alles wieder auf Anfang

Außerdem kommen pünktlich zum Jahresbeginn im Januar die meisten
Jahresrechnungen ins Haus geflattert. Ein ordentliches Loch in der
Haushaltskasse ist vorprogrammiert. Das macht den Januar dadurch nicht
attraktiver.

Von der Kälte und Dunkelheit, die die Jahreszeit mit sich bringt,
ganz zu schweigen. Entweder regnet oder schneit es, die Straßen sind glatt,
ständig friere ich obwohl ich gefühlt eine Tonne Kleidung jeden Morgen anziehe.
Die Räume sind überheizt, die Haut ist trocken, die Augen jucken. Und so ist
der Januar einer der unbeliebtesten Monate des Jahres, ähnlich wie Montage. Man
möchte sie möglichst schnell wieder los werden.

„Ich bin froh, wenn der Monat vorbei ist“ höre ich in dieser Zeit oft.

Dabei gibt es auch oder gerade im Januar allen Grund diesen Monat
zu lieben und ganz bewusst zu erleben. Steht er doch für Neubeginn, Umbruch,
Wandlung und Neuausrichtung. Viele von uns haben Vorsätze gefasst, die es jetzt
gilt umzusetzen. Hier stehen alle Zeichen auf Veränderung. Das ist die Zeit des
Jahres zu der die Menschen etwas nur für sich selbst tun und verbessern wollen.

Du hast dir Gedanken über dich und deine Wünsche gemacht und willst
diese nun voller Tatendrang angehen. Vielleicht ist es mehr Bewegung,
gesünderes Essen oder endlich mit dem Rauchen aufzuhören.

Jeder einzelne Vorsatz ist es wert umgesetzt und gefeiert zu werden. Du tust mal nicht etwas für andere, sondern nur für dich ganz allein. Das ist Grund und Motivation genug, kleine Änderungen auch wirklich in seinem Leben zu integrieren.

Das Leben ist eine Party

Und noch etwas sehr Wichtiges gibt es im Januar zu feiern. Jeder
einzelne Tag. Das Leben selbst und sich als Mensch. Wir feiern zwar ständig
irgendwelche Feste, selten jedoch uns selbst. Denn in unserer schnelllebigen
Zeit ist dafür kein Platz mehr und wird allzu oft vergessen.

Heute ist es nicht mehr selbstverständlich bewusst auf sich zu
achten, gut mit sich umzugehen, für sich da zu sein wie für eine gute Freundin
oder einen guten Freund, mal in sich reinzuhören wie es einem gerade geht. Oder
wieder mehr der inneren Stimme und der eigenen Intuition zu lauschen und zu vertrauen.
Es ist spannend was die beiden zu sagen haben. Probie es ruhig mal aus.

Ebenso werden gute Nahrung und die nötige Ruhe, die man vielleicht
gerade dringend braucht, gerne an den Rand des hektischen Alltags geschoben und
oft ganz gestrichen. Zeit nur mit sich selbst zu verbringen, z.B. mit einem
Buch kuschlig auf der Couch oder draußen in der Natur zu sein, ist für viele
von uns fast schon Luxus, den wir uns nur noch sehr selten gönnen. Irgendwo
warten immer mindestens 1000 Aufgaben auf uns, die unbedingt jetzt erledigt
werden wollen.

All diese scheinbar kleinen Dinge können auf Dauer große
Auswirkungen auf uns haben. Wir sollten sie auf keinen Fall unterschätzen. Je
mehr dieser vermeintlich kleinen Dinge wir ignorieren desto größer werden sie
irgendwann in der Summe sein. Deshalb ist es wichtig, gut auf dich zu achten, dir
Auszeiten zu gönnen und gerade diese kleinen Dinge für dich zu tun.

Nichts ist selbstverständlich

Feiert all die kleinen Dinge in eurem Leben, denn sie sind nicht selbstverständlich
und haben genau so viel Aufmerksamkeit verdient wie die großen Ereignisse.

Wenn trotzdem nichts mehr geht in deinem Leben und du das Gefühl
hast, es gibt einfach nichts, über das du dich gerade freuen kannst, hilft dir vielleicht
das: 
Jeden Tag aufs Neue wieder aufzuwachen, zu atmen, in Frieden zu
leben, ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, zu trinken, nicht frieren zu
müssen und ein selbst bestimmtes Leben führen zu dürfen ist nicht
selbstverständlich. Das ist ein Privileg, dass nicht jeder Menschen auf unserer
Erde hat. Das ist ein Geschenk.

Dieses Geschenk alleine ist Grund genug, aus jedem einzelnen Tag das Beste zu machen, was du kannst.

Ich wünsche dir einen fantastischen Start ins neue Jahr.

 

Das Leben ist schön.
Unbekannt

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